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In seinem neuen Programm lässt Reiner Kröhnert das wahrhaft Gute wieder
auferstehen. Diesmal treten all die Kohls, Schröders und Merkels, die Hitlers
und Honeckers in den Schatten des einzigen unangefochtenen Wahrheiten-
verkünders des christlichen Abendlandes. JESUS IS BACK! In der Maske Klaus
Kinskis. Fleischlich auferstanden im Hier und Heute, knöpft er sich all jene vor,
die immer noch mit seinem Namen Schindluder treiben. Und schon hat die
CDU ein Problem, und selbst der heilige Stellvertreter himself kommt extra aus
Rom angereist, um sich in Reiner Kröhnerts neuestem Satirestreich mal so
richtig die Leviten lesen zu lassen.
www.reiner-kroehnert.de
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- Kultur&Kur, Im Kurpark, 54470 Bernkastel-Kues, Tel.: 06531 / 3000
Karten auch im Internet unter http://www.ticket-regional.de/kir
Saarbrücken. Die Augenlider Michel Friedmans hängen herablassend auf Halbmast,
Klaus Kinskis Oberlippe bebt vor heiligem Zorn, Angela Merkels Mundwinkel
hängen, und Gerhard Schröder bleckt die Zähne zu einem Siegerlächeln.
Saarlandpremiere bei den "Winzern".
In Sardinentechnik quetschte sich das Publikum in den Saarbrücker Kultur-Salon,
um den Kabarettisten und Politparodisten Reiner Kröhnert zu genießen. Der feiert
mit seinem neuen Programm "Das Jesus Comeback" nichts Geringeres als die
Wiederauferstehung des Messias in der Person Klaus Kinskis. Eine zwar abstruse,
doch - nicht nur schauspielerisch - virtuos und mit intelligentem Witz ausgeführte
Idee, um all jene abzuwatschen, die mit dem Namen dieses "Jesus Kinski Erlösers"
(eine Anspielung auf Kinskis Solo-Programm "Jesus Christus Erlöser") Schindluder
treiben. Da trifft's natürlich besonders CDU, katholische Kirche und Regisseur
Werner Herzog, aber auch einige Sozis, denen die Bedeutung des "S" im
Parteikürzel SPD längst abhandengekommen scheint: Unter anderem streiten sich
Blüm, Pofalla, Hintze, Schäuble, Merz, Honecker und Ratzinger.
Wie Kröhnert das macht, ist inhaltlich wie formal grandios.
(Regie: Wolfgang Marschall)… Perfekt trifft er Mimik, Gestik, Haltung, Tonfall,
Sprachduktus und Wortwahl seiner miteinander hadernden Opfer: Da wird
geschwäbelt, gebuckelt, geschlaumeiert und gevolkstümelt, fliegen dem Publikum
mal metaphorisch verquaste und pathetisch aufgeladene rhetorische Meisterwerke,
mal Äußerungen intellektuell eher schlichterer Gemüter um die begeisterten Ohren.
Ein toller Satirestreich.
kek
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